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SCHULE NGOMENI nach oben nach oben
2003
Etwa 35 Kilometer nordöstlich von Malindi wird “Giriama e.V.” auf eine Schule mit Kindergarten aufmerksam, die mit 380 Schülern in weiten Bereichen völlig unterversorgt ist: die Dacheindeckungen sind erneuerungsbedürftig, es fehlt an weiteren Räumen, Schulbänken, Lehrmaterial, Sportgeräten. Und vor allem an Essen für die Kinder, die dort rund acht Stunden am Schulbetrieb teilnehmen. Da noch keine Schulpflicht besteht, sieht der Staat nur eine geringe Verpflichtung zur Hilfe.
    Mit den 230 Euro, die von Verwandten gespendet wurden, können die Familien Koller und Müller in 2004     den Schülern einen ersten sehnlichen Wunsch erfüllen: Volleyballnetz mit Ball, zwei Fußbälle, eine       Pfeife für Sportlehrer und einen Blechkoffer zum Aufbewahren dieser Schätze. Die Freude der     Lehrkräfte und die Hoffnung auf eine verbesserte Zukunft bestärken die Familien Koller und Müller,     nunmehr "rasch zu handeln."
Daher werden die Schüler erstmalig in ihrem Leben mit Fußball-Trikots ausgestattet: denn für sie alle ist Fußball die Sportart Nummer 1. Mit den Trikots rücken sie auf in den Kreis der "gehobenen" Klasse! In den folgenden Jahren 2005 bis 2007 werden erhebliche Mängel an den Gebäuden beseitigt:  Eindeckung der Dächer, Fußbodenbefestigung; Schulbänke für zwei Klassenräume ergänzen die Ausstattung. Nach Einführung der Schulpflicht hat sich die Schülerzahl drastisch erhöht. Weitere Zimmer und Bedachungen können mit Spendengeldern finanziert werden. 2007 kann “Giriama e.V.” einer Gebäudeerweiterung und einem Toilettenbau zustimmen. Beim Besuch 2008 “erstrahlt” der Um- und Anbau in freundlichen Farben: Kinder, Lehrer und der Giriama-Vorstand sind glücklich. Die Qualität der Bautätigkeiten werden kritisch geprüft; keine Beanstandungen! Die Toiletten sind nun für Buben und Mädchen getrennt nutzbar. Man stelle sich vor: bis zu neun Stunden am Tag unterwegs zu sein, dabei zu lernen und aufnahmefähig zu bleiben - dies alles ohne zu essen! Die Kinder leben mit dieser Situation! Daher ist die Schulspeisung zu einem dringenden Bedürfnis geworden. Inzwischen ist die Schülerzahl weiter deutlich gestiegen. Es werden 2009 bereits 400 Kinder einschließlich  einer Behindertenklasse mit warmem Mittagessen versorgt. Der monetäre Aufwand: 400 Euro pro Monat. Dafür müssen die Kinder ein “Stück Brennholz” vom Schulweg mitbringen. Bis 2011 werden weitere 100 Schüler aufgenommen. Die Kosten für das Essen stellt “Giriama e.V.” nun vor einen großen Kraftakt. Außerdem sind 60 auf sich gestellte Waisenkinder ohne Schuluniformen. Vom Nähzentrum stellte “Giriama e.V.” die Uniformen kostenlos zur Verfügung. Und der Schule kann geholfen werden.